Band 
Zweiter Theil.
Seite
352
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Z5* Eine neue Art kleinstädtischer Politik

HXX.

Von einer neuen Art kleinstädtischerPolitik, so aus dem Accift Frxoentstanden- *

/As hat unstreitig seine grossen Vortheile, wenn Städteund Weichbilder ihre feststehenden Sreuren haben,die sich mit der Zahl ihrer Einwohner nickt vermehren,und mit der Aufnahme ihres Handels nicht steigen. DieEingesessenen werden dadurch ermuntert, etwas zu unter»nehmen, und immer mehr Familien anzuziehen, weichedie käst mit ihnen theilen; ihr eignes Interesse verbindetsie dazu , und je mehr sie sich verwehren, je höher ihreNahrung steigt, desto weniger fühlt jeder einzelner Bür-ger die Last. Es beruhet diese Einrichtung auch auf ei-nem grossen Rechrsgrunde. Denn ursprünglich lagen dieSreuren nur auf den Acker, und ein Slädlgcn mag hun-dert oder tausend Einwohner zahlen: so vermehren sichseine steuerbaren Accker dadurch nicht. Spater hat mannun zwar den Handel und das Handwerk auch bestcurettmüssen, und dieses ist der Billigkeit sehr gcmas, beson-ders wenn dergleichen Ottter Bannmeilen haben. Treibtman aber diese Steuer zu hoch: so geht sie zuletzt in eineVcrmögcnsteuer über, und dazu ist der Einwohner einerStadt so lange nicht verpflichtet, als nicht auch diejeni-gen, so ausserhalb den Städten wohnen, dazu angeschla-gen werden. Zudem vermehret sich der Handel in derBannmeile nicht, er mag von zehn oder hundert Krä-mern getrieben werden; und wenn die Bannmeile jähr-lich tausend paar Schuh gebraucht: so gewinnet dasStadtgen im Ganzen nichts mehr dabey, ob diese tau-send