Vorrede.
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gewissenhaft und sorgfältig cr daran arbeitete, wieihm alles, was er schrieb, Herzenssache war. Tagund Nacht schwebten ihm die erhabenen und rüh-renden Bilder und Sprüche Hiebs vor, und oftsah ich in seinen Augen Lkranen des Mitgefühlsmit den Klagen dieses Dulders.
Zusätze und Verbesserungen aus seinen Hand-schriften konnte ich diesem Werke nicht beifügen, dasich keine von Bedeutung gesunden haben.
Die zweite Abtheilung enthalt Predigten,(8erriion6s) und Homilicn. Nie wollte zwarHerder selbst solche herausgeben*), wozu cr ver-schiedene Ursachen hatte. Diese hören nun wohlauf, und ich zweifle keinen Augenblick, daß nichtalle diejenigen, die kein unbesiegltcheS Vonrriheilgegen diese Art des Vertrages haben, und religiö-sen Gedanken und Empfindungen gerne Einfluß aufihr Her; gestatten, der Familie des Seligen dieseHerausgabe danken werden. Sie verdient eS wahr-lich diese Sammlung, so sehr als irgend eine andere,gemeinnütziger gemacht zu werden, und es ist einbesonders achkenswerlher Theil des Publikums, dersolche Unterhaltungen vorurtheilstos zu schätzenweiß. Wen» man in England kein Bedenken trug,von Swift und Attcrbury, die doch wenigerLh.ologen als Staatsmänner waren, Predigten her-auszugeben: und wenn dieser ihre und TillorsonS,SekcrS, FvsterS, Elarke u. a. Reden beidein aufgeklarten Theile jener Nation immer noch
*) Eine einzige GelegenheitSpredigt j« Weimar aus-genommen.