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1-2 (1826) Vom Geist der Ebräischen Poesie / J. G. von Herder
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Vorrede.

in verdienter Achtung stehen: warum sollten wir Be-denken tragen, von einem Manne, der, so wieHerder, eine Ehre seiner Nation war, ebenfallssolche, deren Originalität und innerer Werth Über-bein so groß ist, herauszugeben, nur darum, weildiese Form des Vertrags im Ganzen so sehr ver-dorbcn und vernachlässigt ist, daß viele Leute, be-sonders der vornehmeren Classen, unter gedrucktenPredigten nichts anders als ein armseliges gedehn-tes Geschwätz über irgend einen moralischreligiösenGemeinplatz (meistens nicht mit Unrecht!) denken.

Die in diesem Bande vorkommenden wurden(eine ausgenommen) alle zu Bückeburg gehalten, wodie Grastn Maria, des großen Grafen WilhelmGemahlin, seine Auhörcrin war. In den HomilicNüber LazaruS Auserweckung Und die stille GrößeJesu ist mancher leise Bezug auf den Character unddie schönen häuslichen und schwesterlichen Verhält-nisse dieser edcln Fürstin, die Herders und seinerGattin vertrauteste Freundin war, und hier von derLetztem ein Beider würdiges, Denkmal erhalten hat.Zm folgenden Theil werden Wcimariscke Predigtenerscheinen, und dabei soll es verbleiben, wofern dieFreunde des Seligen die Herausgabe von mehrerenNicht ausdrücklich begehren. sind noch viele vor-rälhiq und die Wabl der wichtigsten war in der Thatschwer, da sie sich, jede in ihrer Art, originellauszeichnen und Herders wücdia sind.

Man sieht schon aus den hier gedruckten, wieer unmittelbar an das Gemüth, an die heiligsteCeelenkrast des Menschen, sein religiöses Gefühl,