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Niemand begreifen konnte, was Thorvnldsen wohlmit dem Brückenwächter zu verhandeln haben könne.Als wir nun endlich weiter gingen, fragte ich denEonferenzrath, ob er nicht etwa Lust habeu könne,da wir in der Nähe der Wohnung des EtatsrathsHeiberg*) uns befänden, dort eine Bisite zu machen,er sei da gewiss schon seit längerer Zeit erwartet.Mein Vorschlag gefiel ihm sehr gut; als wir aberdahin kamen, war die Frau Heiberg nicht zu Hause,und der Etatsrath, der ihn durch Vorzeigen seinerastronomischen Instrumente zu unterhalten suchte, er-reichte dabei nichts Anderes als ihn zu langweilen.Als wir wieder nach Hause gekommen waren, sagteThorvaldscn: „Nun danke ich Ihnen recht sehr,Wilckeus, dass Sie mich zu meinem braven Namens-vetter hingeführt haben." „Ja," erwiederte ich, „nunsollen die Leute denn doch nicht sagen, dass Siedes geringen Mannes vergessen, weil Sie selbst dergroße Mann sind." „Hören Sie, Wilckens," sagteer darauf schelmisch lächelnd, „ich will es nicht inAbrede sein, dass von den beiden Visiten die beimWächter mich am meisten amüsirte."
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VI.
Obschvn Thorvaldsen das Fahren nicht liebte,musste ich doch eines Tages, da er den Theater-maler Wallich, und zwar gerade bei heftigem Regen-wetter, besuchen wollte, ihn dazu überreden, ineiner Droschke dahin zu fahren. Als er in den
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