-!»«: da ich eingeladen bin, soll ich doch wohl nicht be-zahlen." Ich ließ also den Boten die Rechnungwieder mit zurücknehmen. Als ich einige TageW nachher dem Conferenzrath Koch davon erzählte,antwortete er: „Sie sollen nicht weiter über diesenldÄ Gegenstand sprechen; ich werde das schon in Nich-Züe tigkeit bringen." — In solchen Fällen und rück-i«ä sichtlich seiner eigenen Person war ThorvaldsenW, sehr sparsam und kärglich; wo-es sich aber darumUk handelte, Andern Hülse zu leisten, war er immerhöchst bereitwillig. Gerade am selben Tage kamHss ein Künstler, Holm, gewöhnlich „Fattig-Holm" (der, arme Holm) genannt, indem seine traurige Lageallgemein bekannt war, der schöne Prospekte vonM,>!j Cvpenhagen zeichnete; Thorvaldsen kaufte ihm mehreK,; seiner Zeichnungen ab, die er in seine Mappe legte;
unter denselben war auch ein Prvspect vom Christians-^ß;bnrger Schlosse, sür welchen Thorvaldsen ihm 20^„E Rthlr. gab, und womit er mir noch denselben Tagein Geschenk machte. Thorvaldsen ließ ihn nieft h^M'hen, ohne ihm einige seiner Zeichnungen ab-^ zukaufen; mehre derselben werden im Museum auf-bewahrt. Mitunter kaufte er auch einen Prvspectvon ihm sür mich und übergab ihn mir dann mit^ den Worten: „Ich kann den talentvollen Mannnicht von mir lassen, ohne ihm mit Geld zu helfen."^ ^ Diese Wohlthätigkeit gereichte indessen Thorvaldsen^ nicht zur besondern Freude. Holm gehörte schon^damals zu den Menschen, die für die Gesellschaft