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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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valdsen mich:Was habe ich zu thun? Ist das einekdkii Zache, in die ich mich einmischen darf?" Ich ant-wartete, dass es mir scheine, er könne sich damit nicht befassen, dass aber meine Meinung vielleicht nicht»N die rechte sei. Thorvaldsen berieth sich nun mitNr Eollin, Schaum, Clausen und Thiele, die Alle>!i» der Ansicht waren, dass es ein Missgriff van VisbylN: sei, Thorvaldsen mit einer sv schwierigen Sache zubelästigen, nnd riethcn ihm entschieden davon ab,dem Könige diese Bitte vorzutragen. Einige Tagespäter erhielt er wieder ein Schreiben von Visby,Kai. worin dieser ihn ersuchte, in Erwägung zu ziehen,M ilii: da es noch Zeit sei, dass er vielleicht einen Menschenp N davon befreien könne, auf dem Blutgerüste zu sterben.chP Am Schlüsse des Briefes nannte er Tag und Stunde,k:M wann Worm hingerichtet werden sollte. Thorvaldsenverhielt sich indessen ganz ruhig, indem alle seinesiüik Freunde ihm es abgerathen, etwas für Worin zu«M. thun, und sehr erzürnt über Visby waren, der ihm> L« zugemuthet, sich in diese Sache einzumischen. AlshyA aber der zur Hinrichtung anberaumte Tag anbrach,Wiil stand Thorvaldsen um 5 Uhr auf, setzte sich in seinj jg, Sopha und sah nach seiner Uhr. Als die festgesetzteM: Todesstunde (6 Uhr) erschien, saß er weinend daund war in sehr unruhiger und trüber Stimmung;UM ich vermochte ihn deshalb, sich auf's Sopha zulegen und blieb bei ihm, bis er einschlief. Da ichnun Zeuge davon gewesen, welch' tiefen Kummerihm diese Sache bereitet hatte, übergab ich die