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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
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Briefe den Flammen, und es wurde ihm gegenüberdieser unheimlichen und traurigen Begebenheit ferner-hin nicht erwähnt.

XVII.

Thorvaldsen war nicht selten mit den Versamm-lungen der Akademie unzufrieden. Dies war unterandern der Fall, als Christian VIII. und Thor-valdsen wünschten, dass der Portraitmaler Bärentzenals Mitglied der Akademie aufgenommen werdensollte. Er hatte zur Aufgabe, Christian VIII. undEckersberg zu malen. Beide saßen ihm oft undwaren mit den Arbeiten sehr zufrieden. Als diePortraits fertig waren, wurden sie in der Akademieaufgestellt. Thorvaldsen und die übrigen Mitgliederwaren darüber einig, dass die Arbeiten gut gelungenwären. Auch gegen mich äußerte Thorvaldsen, dassBärentzens Aufnahme auf keine Hindernisse werdestoßen können, da die Bilder allgemeinen Beifall ge-sunden. Als der Versammlungstag erschien, unddie Ballotage beendet war, fanden sich indessen nur3 oder 4 weiße Kugeln außer Christians VIII. undThorvaldsens. Nachdem Letzterer unverholen seinenZorn ausgesprochen hatte, verließ er sogleich dieVersammlung. Als er in seine Zimmer hinunterkam, sagte er zu mir:Die verfluchten Blntkugeln;wären nur keine davon im Kasteit gewesen, dannwusste ich, dass sie Alle tückisch sind, aber nun weiß

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