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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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meinte, es könne ihn zerstreuen, die Gemälde zuIbWt besehen. Er ging auch hinauf, kam aber bald wiederherunter. Als ich ihn fragte, weshalb er so schnellzurückkehre, erwiederte er:Nein, Wilckens, es istw Unrecht, dass ich mich da aufhalte, die Besuchendenhaben keine Freude daran da zu sein, sie sehen michan, vergessen aber die Gemälde zu betrachten." Ich>G«' fragte ihn nun, ob er nicht Lust habe, irgendH'He einige der Künstler in ihren Ateliers zn besuchen,weil er da ihre Arbeiten auf eine ungestörtere Weise an-!>M sehen könne. Er ging bereitwillig auf diesen Vor-schlag ein, besuchte mehre Maler und hatte seineMb große Freude an ihren Arbeiten. Immer hatte ermich. ermunternde Worte für sie, aber es fiel ihm niet iD ein, an ihren Leistungen etwas auszusetzen. Als ich«M ihn fragte, ob ihm denn alle diese Gemälde gefielen,ikii« antwortete er:Man muss mit der Erwähnung derchM Mängel nie bei der Hand sein; dadurch schüchtertA E man die Künstler nur ein. Das Gute soll mann W dagegen hervorheben; mit der Zeit gehen ihnen schonvon selbst die Augen über ihre Fehler auf."

XXI.

Der Theatermaler Wallich kam eines Tageszu Thvrväldsen und stellte ihm einen jungen Schüler,Namens Gertner vor, der ein viel versprechendesTalent hatte. Der junge Mann brachte seine Mappe. mit, in welcher sich eine Menge guter, kleiner Skizzen,