Buch 
Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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XXIII.

Thorvaldsen hatte großes Gefallen an FrauHcibergs Spiel, und so oft er sie in einer neuenRolle auftreten sah, sagte er, er habe sie noch nie-mals besser spielen sehen. Als er eines Tages mitCollin über sie sprach, äußerte er:Ich möchte gernein Bild dieser großen Künstlerinn besitzen, aber sagenSie mir, Collin, wo bekomme ich es?"Das könnenSie leicht haben," erwiederte Collin,da-rentzen sie zu malen gewünscht hat."Aber," wandteThorvaldsen ein,glauben Sie, dass sie es erlaubenwerde?"Gewiss," versetzte Collin,dessen wird siesich nicht weigern, wenn sie nur vernimmt, dass Siees sind, der es zu besitzen wünscht."Das wird mirdann eine doppelte Freude sein," erwiederte Thor-valdsen,da ich mir so lange ein Bild vonBärcntzen zu besitzen gewünscht habe." Collin kamnach einiger Zeit und erzählte, dass Bärentzen bereitsangefangen hätte, am Bilde zu malen, welches Thor-valdsen große Freude machte. Späterhin sragtemich Bärentzen, ob ich nicht meine, dass der Conse-renzrath Lust haben könne, in sein Atelier zu kommen,um zu sehen, wie weit er mit seiner Arbeit gediehenwäre. Ich antwortete:Ja, das kann ich sehr gutversprechen, denn Thorvaldsen hat gerade den Wunschgeäußert, Ihnen einen Besuch abzustatten." Amfolgenden Tage begleitete ich ihn dahin. Als er indas Atelier eintrat, stellte er sich vor das Portrait