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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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In, Wilckens, nun erst verstehe ich das Ganze, ich >habe dem Manne Unrecht gethan. Sie müssen mich izn ihm sichren; wohnt er weit von hier?"Nein, chUwir gehen bloss über den Marktplatz, dann sind wir MO,gleich in der Nähe seiner Wohnung."Helfen Sie LZ«mir denn beim Ankleiden, damit ich bald meinUnrecht wieder gut mache." Da wir aus demSchlossthorc traten, wollte der Zufall, dass der MP

Schneider gerade aus uns zukam; er wollte uns ^aber nicht sehen. Als ich meinen Herrn darausaufmerksam machte, rief er:Möller, Möller!" und HWals er zu uns hertrat, ergriff Thorvaldsen seine ^,1beiden Hände, drückte sie und sagte:Ich hadeM^viele Entschuldigungen zu machen, dass ich IhnenUnrecht gethan. Nachdem Sie fort waren, machteWilckens mir das Ganze verständlich, und mmmüssen Sie gleich mit mir kommen." Er zahltenun dem Schneider das Geld aus und bestellteaußerdem einige neuen Kleidungsstücke, worauf sic^,^als gute Freunde von einander schieden. Als ichden Mann hinausbegleitete, erblickte ich Thränen in ^ ,seinen Augen, und wie ich zu meinem Herrn hineintwt,sagte dieser:Er muff doch ein ehrlicher Maimi^.sein, da er so entrüstet darüber werden konnte, dass ichich ihn einen Spitzbuben nannte, und es freut mich,dass wir gute Freunde geworden sind". jr,.