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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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Der Hut, den Thvrvaldsen aus Italien mit-gebracht hatte, war sehr abgenutzt, und ich sah oft,-l^wie die Damen darüber lächelten, nnd hörte auch§ ^ mehre Bemerkungen über den alten, rothen Hut.» «> Tages, als wir bei sehr schönem Wetter durchdie Osterstraße gingen, hatte ich gerade mehre die««^Achseln zucken sehen, und ich sragte ihn deshalb,E"^als wir nach Hause kamen, ob ich ihm wohl einen^ neuen Hut bestellen dürfe.Weshalb, Wilckens?" ftagte er mich, höchst verwundert.Ich bedarf keineste Wneuen Hutes; der alte ist ja nicht entzwei".AberWltimau trägt denn auch nicht einen Hut, bis er entzweiM-ist", erlaubte ich mir zu sagen. Es gehörte indessenlich. it viel Ueberredung dazu, ehe er mir einen neueni.' b.Hut zu bestellen erlaubte, und da der Hutmacher-O'ftam, um ihm das Maß zu nehmen, bestellte er»b, »«sich den neuen Hut mit noch viel höherem Kopfe.jU^Als der Hut fertig war und ihm gebracht wurde,ich Ä war er mit demselben sehr zufrieden, aber erwurde nur bei schönem Wetter in Gebrauch ge-M^nommen. Diese beiden Hüte finden sich in meinerHM Sammlung. Ganz ähnlich ging es auch mitHM seinem Schuhzeug. Wenn das Oberleder zerriss.,h-, und ich ihm den Schaden zeigte, mit der Frage, obich ihm ein Paar neue Schuhe bestellen dürfe, er-wiederte er:Nein, es lässt sich sehr gut einFlicken darauf setzen". Wenn ich ihm dann Vor-