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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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ein Geschenk vom Grafen betrachte. Späterhinstellte der Bediente sich wieder ein nnd bat nur denStack leihen zu dürfen, da er bei einem Drechslereinen ganz ähnlichen für den Grafen bestellen solle.Auf die Bedingung hin, dass er den Stock schnell zurück-brächte, lieh ich ihm denselben, darauf verweisend,dass Thorvaldsen ihn bereits genau kenne und ihnbeim Ausgehen benutzen wolle. Der Bediente brachteihn mich eilig wieder zurück, und Thorvaldsen erfuhrniemals etwas von seinem Irrthum; er zeigte immerdas Geschenk des Grafen vvr und war sehr erfreutdarüber, dass derselbe ihn zum Gebrauche einesStocks veranlasst habe. Einige Zeit nachher ließer seinen Namen darauf anbringen. Er findet sichin meiner Sammlung.

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Da das Lottospiel eine der Licblingsunterhal-tungcn Thorvaldsens war, wurde es in die meistenHäuser eingeführt, die er besuchte. Besonders wurdedieses Spiel bei'm Blumenmaler Jensen mit Eifer be-trieben. Sehr häufig traf es sich, dass Thorvaldsen keinGeld bei sich hatte, aber die Damen waren immersehr bereit, ihm solches zu leihen- Wenn das Spielbeendet war, bezahlte er das Darlchn immer sehrgewissenhaft zurück, und dennoch hatte er nicht sowenige Schillinge in seiner Tasche, wenn er nachHause kam. Als ich einmal meine Verwunderung