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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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wertete er mir,will er es nicht auf der Brusthaben, dürfen Sie es nicht anderswo appliciren."ji itzj Als ich wieder hineinkam, bat ich meinen Herrn umErlaubniss, ihm das Pflaster auf die Brust zulegen; er antwortete aber:Nein, Sie sollen esüber den Lenden anbringen."Das kaun ich nicht,Herr Confcrenzrath: es ist wider des Arztes Ordre.>»!«; Ich kann nicht wissen, welche Folgen ein solchestztim Verfahren nach sich ziehen könnte."So können>, iqi Sie das Pflaster bewahren, ich will keinen Gc-OW brauch davon machen." Einige Tage später sollteUM ich Thorvaldsen aus dem Theater abholen und ihnü tzn nach einer Abendgesellschaft begleiten. Ich bemerkte!H I nun, dass ihm das Gehen sehr beschwerlich fiel, und; lliu als ich ihn wieder abholte, konnte er vor SchmerzenMu in dem einen Beine kaum fortkommen. Ich fragtezkt'k ihn nach der Ursache dieser Schmerzen; er antworteteKnut mir:Ach, es ist das verfluchte Pflaster, das mirAch Bang gegeben, und das ich auf's Bein gelegt habe.

Sobald wir nach Hause kommen, müssen Sie mirbWü behülflich sein, es abzulösen." Während des Aus-Leidens war er voll Schmerzen, und als ich an dieML Stelle kam, wo das Pflaster lag, wollte es sich nichtablösen lassen ohne die Haut mitzunehmen, weilidiiiPl ^ sehr Haarreich war. Ich nahm deshalb ein nassesskzlm' Handtuch und band ihm dieses um's Bein, welchesk-M ihn: solche Linderung verschaffte, dass er kurz nachWz>i dem Zubettegehen einschlafen konnte. Den MorgenUM darauf ging ich zum Arzte und setzte ihm Alles