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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Gute, das Böse; aber nicht um viel/ auch nicht ein-mal bey den glücklichsten Menschen, und so, daß dieTugend am sichersten zum Glücke, das Laster aberzu Gefahr und Verdruß führe. Er äussert seine Ge-danken über die zukünftigen Veränderungen der Welt.Er glaubt festiglich , alle jetzige Regierungen werdenüber den Haufen geworfen werden, welches er ins-besondre aus dem allgemeinen Verderbe», und demMangel der Religion schließt. Den Juden wird daSgelobte Land noch einmal zu Theil, und die christ-liche Religion allen Völkern gcprcdigct werden, wo-bey Hr. H. anstatt der Gabe Wunder zu thun,den neuen Mißionaricn aus der Kenntniß der Arzney-kunst einen besondern Eingang verspricht. Er zeigtferner, daß auch die Vernunft ein ander Leben wahr-scheinlich macht, und bey dieser Gelegenheit scheinter von seiner materialischen Meynung abzugehen (p.;8;.) und eine unkörperliche Seele anzunehmen. Ei-ner seiner Gründe ist dieser. Es scheint nicht der GüteGottes angemessen, daß ein denkendes Wesen mit demTode, ncmlich mit einer unangenehmen Empfindungendigen werde. Doch gesteht er, daß die Offenbah-rung hauptsächlich die Unsterblichkeit der Seele lehre.Die künftige Seligkeit wird blos geistlich , die Stra-fen aber dabey auch wohl leiblich seyn, und in einemWahren elementarischen Feuer bestehen. Gleich nachdem Tode werden die Seelen zwar nicht in einen un-empfindlichen, gber doch in einen unwürksamen Zu-