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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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wovon er versichert, daß seine Einwohner eine zuver-läßige Zeitrechnung haben, die 21;? Jahr älter seye,als Christi Geburt, und daß die Monarchie selbernothwendig noch viel älter seyn müsse. Er nimmtalso des Se-ma -cien fabelhafte Mythologie und dievon den Jesuiten herausgegebene Sonnen, und Monds,finsternisse für richtig an; aber diese leztern sind au-genscheinlich falsch ausgerechnet, und Se-ma-cienwird von allen Kunstrichtern in China für einen fabel»haften Skribenten angesehen. Die wahre chinesischeGeschichte fangt, nach allen ernsthaften Verfassernderselben , und insbesondre nach der Chronologie desUnterkönigs Nien-Hy-Iao, nicht eher an, als mitdem Kayser Guei- Lie- Wang der ungefehr 424 Jahrvor Christi Geburt geherrschet hat. Man weiß übri-gens die Gründe wohl, warum der Hr. Vers. sowohlder Chincstr, als im folgenden Kapitel, der India-ner Alterthum, Wissenschaft und Tugend so hoch er-hebet. Vom Mahomed spricht er ungefehr wie Gag-nier. Im dritten Abschnitt handelt Voltaire vonder Kirche und der Ursache der Grosse der Päpste; erfindet sie in der Bedürfniß, darin» eine unrechtmäs-fige Herrschaft die Pipinische Familie gesetzt hat; inder Entfernung der griechischen Kayser, und in derklugen und sich nach allen Umständen schmiegendenBehutsamkeit der Bischöffe zu Rom. Karl der Grossewird wegen seiner Laster nicht geschont, und seine Artdie Sachsen zu bekehren im geringstem nicht gebilligt.

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