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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Hiernachst betrachtet der Verfasser die damalige«Zelten; er geräth auf den Einfall, die vielen Aussätzi-gen seyen daher entstanden, weil man keine Hemdergetragen habe; er wirft dem Hrn. Rollin vor, er habedie Talente und Münzen der Alten durch den Praßdes Silbers in den Colbertischen Zeiten ausgedrückt,und also um die Hälfte zu gering angesetzt. Wenner aber sagt, es ftye zu Karl des Grossen Zeiten derPreist der Dinge ungefehr eben derselbe gewesen, wieheut zu Tage, so berechnet er den silbernen Pfennig(Denier) zu ;o Sols, welches ungefehr der doppelteWerth des römischen äensrü ist. Von dem Bilder-dienste, und dem andern damals eingelassenen Aber-glauben, spricht er sehr unparcheyisch; wenn er aberx. na. sagt: die Engländer hätten damals angefan-gen die christliche Religion anzunehmen , so wider-spricht er offenbar der Geschichte; denn die brittifchcnKönige waren ja schon vor der Ankunft der SachsenChristen gewesen. Von den Gesetzen handelt er wcit-läuftig, und mahlt die Aufführung der Geistlichenbey den vielen Staatsveränderungen unter Ludwigdem Gütigen, und den andern Carolingcrn sehr nach-Iheilig ab. Den hansischen Bischof Goßlin, der mirden Waffen in der Hand auf den Wällen vor Parisgestorben ist, sieht er als einen würdigen Heiligen an.Alfvid ist in seinen Augen einer der grösten Monar-chen , doch beweiset der einzige Alkuin, daß Englanddamals nicht ohne Gelehrte gewesen sey. Bey du