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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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der Liebling unsers Hrn. R. der unter den Patagonenvielleicht ein ähnliches Urbild gefunden hätte, wennnicht, wider seine Meinung, die allzugesitteten Pata-gonen in einer Art Ehestand in ihren Holenlebten; denn sein Mensch lebt einsam, wie der Ha«welsche Wilde. Er ist um desto stärker, geschwinderund gclenker, weil er alles ohne Werkzeuge thunmuß, und auch gegen einen Bären mit einem Asteines Baumes genugsam bewafnet. Eben deßwegenläßt ihn Hr. R. lieber auf zwey Füssen gehen, ob erwohl auf vieren den Schülern der Natur die in denWäldern wohnen, ähnlicher wäre. Er ist gesünderals wir, weil er mäßiger und im Gemüthe ruhigerist; feine Wunden heilen, wie die Wunden der Thiere,leichter, und er verhält sich zum geselligen Menschen,wie der wilde Eber und der Auerochse zum zahmenSchweine und zum Stiere. Mit dieser ihm angcbohr-nen Härte kann er die Wohnung und Kleider leichtentbehren, und daß dieses möglich scye, zeigen wiederdie Patagonen. Er hat keine Sprache, und wenigeBegriffe, und eben deßwegen werben die Menschenso oft zu Thoren, weil diese Elenden im Standeder Natur find. Ja Hr. R. lobt den Menschenfreundam Oronokostrom, der zuerst die Bretter erfundenhat, zwischen denen man den Kindern den Kopf langund -ach klemmt, und sie vor dem gefährlichenWachsthum ihres Verstandes verwahrt. Die Noth-durst dieses glücklichen Menschen ist klein und einge-