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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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wie und warum entgegengesetzte Leidenschaften zu-gleich bey uns herrschen können, wie unser Her; denVerstand bekriegt, und die Lcidenichaften ihre eigenenAdvokaten werden. Etwas ausser der Ordnung unter-sucht er das Maaß der Zeit, das zwar überhaupt vonder Anzahl unserer Gedanken abhängt, aber durchBegierde und Furcht ungemein verwirrt wird, davonjene die Zeit verlängert und diese verkürzt. Er kömmtwieder zu den Ursachen der Leidenschaften und Bewe-gungen, und zumal zn der ansteckenden Kraft derFreude, der Traurigkeit u. s. w. Er betrachtet wasSchönheit ist; das innere Schöne, und das relativeSchöne, das durch eine Verknüpfung oder ein Ver-hältniß schön wird, wohin er vielleicht nicht völligmit Grund die Nutzbarkeit rechnet, und glaubt, einGothisches Gebäude könne uns schön dünken, weil esdie Feinde abzuhalten dient. Beym innern Schönenhat die Ordnung einen großen Antheil (doch sind helleFarben, echtes Blau, lebhaftes Grün, hohes Roth,auch ohne die Ordnung schön). Das Einfache , sagtHr. H. ist schön, und der Zirkel die schönste der Fi-guren. Ein Mahler wird eine Ovalfigur vorziehen,und Hogart hat bekanntlich eine Wechselsweise Krüm.mung der einfach gebogenen vorgezogen. Die Größe,sagt Hr. H. ist schön, und ein hoher Berg ist schön,weil er groß ist. Vermischt er hier nicht die Verwun-derung mit dem eigentlichen Gefühle der Schönheit'-!Das Erhabene und Große entsteht ursprünglich aus

der