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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Chambers ist. — Der Geist des alten Dichtersherrscht, wie in allen seinen Schriften so in gedop-peltem Masse in den tzueüioris ftir l'Lncxcloxsäio.Witz, Ironie/ flüchtige Gelehrsamkeit/ herzhafteBejahung ohne Beweist/ und ein ewig brennender Haßgegen die Offenbarung: dünn verschleiert mit einigerAchtung für die Tugend und den allgemeinen Glaubenan Gott. Ucberall sprücn Funken von dem verzehre»,den Feuer dieses Skeptikers. — Er bringt tausendEinwürfe zum tausendstcnmale in Wurf— die tausend-mal beantwortet sind / aber für Voltaire immer unbeant«wortet bleiben. Voltaire ist dochdarinnunparthcyisch;so wie er die geoffenbarte Geschichte nicht glaubt,so glaubt er auch die bürgerliche nicht. Seine Re-gel scheint zu seyn, was unwahrscheinlich ist/ das istunwahr; und diese Unwahrscheinlichkeit mißt er nach

unsern Sitten. (Gött. Z. 1771. S. 629.)-

Die Anzahl der bösen Menschen ist bey ihm geringe;Und er rechnet die Summe höchstens auf eine Million.Es ist wahr/ Haß/ Neid / Rache, Mcyncyd/ Hoch-muth/ Hurerey/ Ehebruch/ Geiz/ Lügen und der-gleichen / find ihm keine Laster. Seine Wage ist sehrunempfindlich; ein Mord kann sie kaum in Bewegungbringen. So sagt z. B. dieser Kasuisre: ein Mensch ,der für sich selbst allein verbotene Wollüste treibt / istein häßlicher Mensch / aber nicht eigentlich böse.(Gött. Z. 1764. S. l->y6.) — Sehr karattcristischsind die kiecss äs ülr. ä s Voltaire *) jo in

*) Götting. gel. Zeitung. -766. S. 14. 15.