Buch 
Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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richt Justinian sie allen andern Richtern entzögen ,wie unanständig Johann mit dem goldenen Munde,und Ambrosius die Straflosigkeit der Geistlichen be-hauptet ; wie unschuldig die Anfänge der die Wälderanbauenden Benediktiner gewesen; wie gefährlichhingegen die dem Pabste gänzlich ergebenen Bettel-orden , und zumal ihr blinder Gehorsam seyn müsse.Er vertheidiget hicrnächst die Jesuiten, und so gardie Schamlosen und die alle Bande der Sittenlehreauflösenden Kasuisten, und vornemlich auch ihre Auf-erstehung der Jugend. Sie hat, wie er versichert,durch die Verbannung der Jesuiten vicl vcrlohren, unddie grösten Kollegien werden leer. Und nun fängtdas II. Buch und in demselben der Anfang des Je-suiterordens an. Ignatiuö wird als ein halb thörich-ter Enthusiast abgemahlt; Lavier als ein erhitzter Kopf,der sich mit seinerBekehrungssucht in Ländern lächerlichgemacht habe, deren Sprache er nicht verstand. Den-noch erkennt jetzt der Verfasser den Unterschied zwi-schen den Jesuiten und den andern Orden. IhrGeneral ist unumschränkt, und kann nicht abgesetztwerden. Die Jesuiten schicken nach Gefallen, die ih-nen mißfallenden zurücke. Der blinde Gehorsamgegen Rom, der hier nachfolgt, dünkt uns sehr ein-geschränkt, so bald Rom etwas anders will als dieJesuiten. Die Befreynng von den Kirchengesängenund Gebctrrn, die freye Unterweisung der Jugend,und die gute Wahl der Aufzunehmenden , sind auchV. Hallers Ta§eb. Th. l U