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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Der zweyte Band, geht bis zum Maximinus,(und ist 708 S- stark. Wir machen über denselbeneben die Aninerkungcn, die wix über den ersten ge.macht haben. Hr. W. ist für einen Weisen zu krie-gerisch. Trajan ist sein Held, er rühmt ihn, weiler seine Siege weit in die Morgenländer getrieben,und die Parthen geschwächt hatte. Erinnert sich aberHr. W. nicht an das Unglück, das der Krieg selbstauf die Sieger bringt ? an die frühzeitig hingerisse-nen nützlichen Bürger, an die elend gemachten Ver,wunderen, und die hülffosenFamilien der Erschagenen?Muß ein Reich nicht Gränzen haben? wird es nichtum soviel schwächer, je entfernter dieselben vom Mit-telpunkte sind? Hätte Trajan etwas gewonnen, wenner feine Siege bis an die streitbaren Scythen undAgwanne getrieben, und anstatt der erweichten Parthendiese noch unverdorbene Völker zu Nachbarn bekom-men hätte? War seine lang daurende und unnöthi-ge Abwesenheit nicht selber ein Unglück für das Reich?Adrian, den Hr. W. so sehr tadelt, hat gethan,was die heutigen politische Rechner lehren; er hatgeglaubt ein Reich sey stärker , wenn seine Weite klei-ner ist, und die Legionen haben allerdings besser denEuphrat und Rhein beschützen können, als wenn siejenseits dieser Flüsse unter die Barbaren zu stehengekommen wären. Wir sehen die Zeiten des Adrians,und Titns Antonius für die goldenen Zeiten von Roman. Der lange Friede schwächte die Majestät desU 4