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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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gegen die nichtsweniger als schonenden Kritiken sei-ner Freunde gewesen, dieses hier zu sehen , kann man-chem Schriftsteller sehr lehrreich seyn. Einige phi.losovhische Untersuchungen sind auch unterrichtend.Unterschiedene klagvolle Briefe, beweisen weiternichts, als daß Abbt für die Lebensart nicht gemachtwar, und sich nicht in sie zu schicken wußte, zu derihn seine Umstände eine Zeitlang nöthigten. Erhatte aber auch so viel Selbsterkenntntß, daß er fürdie Astronomie nicht gemacht wäre, durch welcheihm eine Versorgung angeboten ward, und folglichkonnte Abbts Genie zu manchen Dingen nicht gemachtseyn, zu denen andere Genies gemacht sind. Wiees Abbt hicrinncn gegangen ist, so ist es mehr gutenKöpfen in und ausser Deutschland gegangen, die des-wegen nicht für nöthig gefunden haben, Klagendrucken zu lassen und allenfalls nach dem Horaz ge-lernt haben: 8ibi res, non ls üibstcers rebus. Un-terhaltender, nnd werth auf die Nachwelt zu kom-men, sind die Briefe in denen er noch in Rmtelnvom Hrn. Grafen von Bückeburg, zu einer Zeit redet,da er noch ohne was von diesem Herrn zu erwarten,durch eine anderweitige Beförderung zu bald von Ihmentfernt zu werden fürchtete. Der, der Abbten zuschätzen, zu brauchen, zu belohnen wußte, war inseiner Art was noch viel außerordentlicheres, als Abbtin der seinigen.