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Staaten.) Daß kein Priester mit der Auferziehungsich befassen solle. Ein Heiliger habe keine Aehnlich-keit mit einem tugendhaften Bürger. Freylich könneman unter einer despotischen Regierung einem Kindekeine rechte Auferziehung geben.
L.
Die Kunst zu beobachten.
Von I- Senebier.
1775. (S. 4IS")
^er Verfasser ist ein junger Mann, der eben nichtselbst viele Wahrnehmungen angestellet, aber seinenBonnet und andere neuere fleißig gelesen hat; wir tön-ten wünschen, daß er unter den Quellen die Interpreta-tion lle IL nacure weggelassen hätte die gewiß eine ganz an-dre Absicht hat, als uns Wahrnehmen zu lehren. Er hatder harlcmischen Gesellschaft seine Gedanken, als einePreißschrift zugeschickt, sie ist auch in den Abhandlun-gen derselben abgedruckt, hier aber umgearbeitet underweitert. Gleich Anfangs zieht, er als ein wahrerLobredner, die Wahrnehmung dem Versuche vor.Wir finden einen sehr grossen Unterschied zwischen bey-den; keine Wahrnehmung würde jemals uns dasje-nige lernen können, was uns der Versuch lehrt. HätteHarvcy nicht die Adern gebunden und die Natur zumAntworten gezwungen, hätte Newton nicht durchdie feinsten Versuche das Licht gespalten, so wäre