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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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edlen Neigungen der Natur überwinden, und derhäßliche Karakter der letzter» kann dabey in den Zü-gen üvrig geblieben seyn; aber auch hier, sagt Hr. L-nehme die Häßlichkeit des Gesichtes dennoch ab, so. wie jder Mensch nn Guten zunehme; doch giebt erder Auferziehung nich: so vieles zu, als der liebens-würdige Enlhusiast Helvetius (so nennt er ihn). DieAnlage zum Guten und Bösen sey doch im Kindesehr merkbar vorhanden; und es werden la morali-sche Dijposilioncn so gar sichtbarlich ererbet. Zu-weilen hat ein Kind die deutlichsten Laster des Va,ters, und das andere die Tugenden der Mutter; undbeyderley Gemüthsarten sind mit ihren körperlichenKennzeichen im Angesichte begleitet. Allerdings kannaber der Mensch einer Seils durch schlimme Bey,spiele, schlimme Auferziehung, starke Versuchungenfallen; er kann auch siegen und sich veredeln, er wirdsogar durch den beständigen Umgang mit einerley Leu-ten das äusserlich in die Sinnen fallende Besonderederselben annehmen. Hier folgen nun die Erklärun,gen der Kupfer. Die Platten sind überhaupt vonsehr ungleichen Händen; einige sehr schön, wie Franke,Calas, Anson, andere sind mittelmäßig, und eineMenge sogenannter Silhouetten lassen der Kunst we,nig Gelegenheit sich zu zeigen; bey denen wir ohne-dem bemerken müssen, daß sie fast bloß die Nase,Stirne, die Oesimng des Mundes und das Kinnzeigen; die so viel bedeutendern Augen, die Wangen,daS übrige des Mundes verborgen lassen. Die erste