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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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lich gleich, doch länger in den etwas kältern Gegen,den und ohne Zweifel am allerkürzesten in den heissenwo die Menschen eher zu ihrem Wachsthum« und zurKraft zu zeugen, und vermuthlich also auch am ehe-sten zu den übrigen, und zur letzten Stufe des Le-bens gelangen.

In der Bildung der Menschen finden fich einigegeringe Verschiedenheiten, wovon die größte dieSchwärze ist, die in Afrika hauptsächlich in den heistfesten Gegenden herrschet, hingegen in Amerika un-ter eben der Linie gar nicht, und in Asten viel gerin-ger angetroffen wird. Die andere eben so merkliche,ist die von den Weissen in dem innern Afrika und inder Darienischen Meerenge befindlichen Menschen,deren Haut Pftrdeweiß, und die Augen zu blödesind, die Sonne zu vertragen. Alle diese Menschenkommen dennoch in ihren Hauptcigenschaften übercrn,und die letzte allcreinfältigste Art hat doch ihre Sprckche,ihre gesellige Lebensart, und ist der Unterweisungfähig, und nimmt sich also von dem allerklügste»Orang Utang noch beträchtlich aus.

Doch wir haben bisher nur einige kleine Probenvon den Gedanken gegeben, die die Rcisebeschreibungenbey uns erwecket haben, und die ohne Ende häuffigund verschieden sind. Mit einem Worte , wir lernendurch sie die Welt kennen, und ersetzen einigermassenden Mangel eigener Reizen und eigener Erfahrung.Wir bereichern uns mit tausend nützlichen Wahrhei-ten; wir legen unsere Vormtheile ab, und wir ge-