messen die Frucht der Lebensgefahren und der lang-wierigen Bemühungen andrer Männer, die in verschie-denen Zeiten und an verschiedenen Orten für uns ge-arbeitet haben. Der Arzt, der Kräuterkenner, derMiueralicnliebhaber, der Naturkündiger, der Sitten--lehrer, der Staatsgelchrte, der Patriot, der Gottes,gelehrte, der Kaufmann, der Künstler, lernen auftaufendcrlcy Arten. Sie erweitern ihre Begriffe, undkommen auf Spuren, auf die ihr eigener Verstandsie niemals hätte führen können.
Sollen aber alle diese Vortheile wirklich seyn,so muß man solche Nachrichten lesen, die von wahr-haften und kündigen Männern hcrstammen, bey wel,chen das Vermögen und der Willen die Wahrheitzu sagen sich vereinigen. In einem Thcvet, einemLukas, einem Le Blaue, einem Pinto, lernet mannicht die von Gott erschaffene Welt, sondern eine Fa-belwclt kennen, die nirgens als in dem Gehirne ihrerVerfasser eine Wirklichkeit hat.
Man siehet, wohin diese Betrachtungen führen.Nicht alle Reifcbefchreibungen sind nützlich, und vielekönnen wirklich schaden. Gegen einen Kämpfer, einenTourncfort, einen Rauwolf, findet man hundert tro-kene Seefahrer oder abentheucrlichc Helden, die wederdie Sprache, noch die Gesetze, noch die Natur derLänder gekannt haben, wo sie gewesen find, und derenReifen dem Leser eben sowenig Nutzen schassen als ihnenselbst. Diese Wahl ist nun eben so schwer nicht, und