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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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Vermögen stehe, sich dieses Rechtes zu begeben, machtalle Regierungen unsicher und unkräslig. Es war alsoPflicht der Regierung ein Buch zu verurtheilen, dasalle Macht der Obrigkeit und alle Sicherheit auf-hebe. si?6;. S. 6y;.H

VIII. Die heutigen Rousseauische» Grundsätze:alle Gtsetze beschweren die natürliche Freyheit; machtviele Mißvergnügte. Diese Menschen werden nichtzufrieden seyn, bis sie frey werden, wie die Grönlän-der. Der grosse Grundsatz : das allgemeine Beste er-fordere einen Theil der Freyheit eines jeden Bürgers;scheint den neuern Philosophen fremde zu werden.f>77i- S. 806.^

IX. Eine Republik mag sich nur durch die Tu-gend erhallen. Eine Wahrheit die schon.Montes-quieu bewiesen hat. Und allerdings ist die Schonungin Republiken gegen seine Bürger, bey geringen Ver-brechen und bey Amtsnachlaßigkeiten, nicht wohl zutrennen. Um die Gleichheit der Stande, welche demGeiste einer Republik so angemessen ist , zu erhalten;und die Schwierigkeiten die bey Belohnungen obwal-ten, zu überwinden; sollte jedes Glied der Regierungfnur von einem allgemeinen innern Gefühle belebt seyn,eine Pflichten ohne Absicht auf Belohnung oder Strafemit Eifer zu erfüllen, und mit Feuer dem Vaterlandezu dienen. Diese patriotische Tugend muß sich aufdie Religion gründen, si?;?. S. 2;^

X. Wir glauben, die Tugenden der -Römer seyenWirkungen ihrer Leidenschaften gewesen; aber wie