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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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glücklich ist die Staatsvcrfassnng, die eben diese Lei-denschaften zum allgemeinen Besten zu leiten weiß.

(1770. S izoi.)

VI.

Ueber Sprachen und Wissenschaften.

I Aie schönen Wissenschaften und die Künste ha-ben sich immer schwesterlich verbunden; vor der Be-redsamkeit waren die schönen Künste rauh und un-belebt; beyde haben sich in gleichem Grade gebildet,und Miethen gemeinschaftlich wieder in Verfall. DieMalerey nahm ihre starken lebhaften Bilder aus denEindrücken, den die grossen Redner aufden Geist, undfolglich auf die Geflchtszüge ihrer Zuhörer machten.Diese waren die Urkunden ihrer Leidenschaften.(17^7. S. 2;6.)

II. Wie sehr sich das abendländische Europa.gebesserthabe, seit dem die Wissenschaften wieder erneuert wor-den , kann man am besten ermessen, wenn man dieabscheulichen mittlern Zeiten mit den jetzigen vergleicht;nur daß der verbesserte Glauben, nicht vom Antheil be-raubt werden muß, den er an der Verbesserung derSitten, selbst in der Römischen Kirche, gehabt hat.Unstreitig sind auch durch die Wissenschaften die Für-sten, dre Minister, die Richter, die Künstler, selbst