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art reiner, und nicht mit so leicht entbehrenden fremdenWörtern dmchspickt wäre. Es ist an dem, man siehetauf die Sache und nicht auf die Wörter. Aber die größ-ten Gelehrten in andern Ländern, haben den Ruhmihrer gemachten Erfahrungen,durch eine angenehme undleichte Schreibart zu erhöhen, sich glücklich bemühet.Un-sere in ähnlichen Arbeiten noch nicht genug bereicherteSprache, würde unter der Feder eines geschickten Man-nes immer gclcnkcr werden, und den Verfasser miteinem noch grossem Beyfalle belohnen, als die blossenackende oder in vielfärbigc Lappen gekleidete Wahrheitzu thun vermag. (1747. S. 6 ; 6 .)
VI. Die englische Sprache ist reich, und allen Ge-genständen gewachsen; nur hat man ihre Regeln nichtgenug bestimmt, und aus Gefälligkeit gegen den Reimviele Wörter verstümmelt, das höchst nöthige 0 ver-drungen, und die ohnehin häufigen Mitlautcr nochauf einander gestopft. Johnson hat schon viel zurVerbesserung gethan, und könnte man den noch übrigenFehlern helfen, so würde diese Sprache in Ansehungder guten in derselben vorhandenen Bücher, und derausgebreiteten englischen Handlung, sich eben so leichtallgemein machen lassen, als die viel ärmere und un-kräftigere französische, und selbst als die beyden klaßi-schen Sprachen. (1757. S. 2;;.)
vil. Freylich ist den Franzosen unmöglich die poe-tische Beschreibungen aus andern Sprachen in dieihrige überzutragen, weil diese Sprache eine Mengevon Bildern verwirft, die aus dem gemeinen Leben,