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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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i74r.

« Iä»i. ^Lch weiß nicht, warum ich so ruhig bin. Va-ter ist es von dir, so laß es währen ; ist es aber,wie ich wohl fürchte, von der Welt, so laß michlieber am Aeuffern leiden, auf daß du dich desGeistes erbarmest.

^ Jän. Du hast mich wieder heimgesucht/ niein-Va-ter ! Du hast mir ein einziges liebes und hoff-nungsvolles Pfand meiner ehelichen Liebe entrissen.Im Zeitlichen hast du mich auch eines grossenTheils des Meinigen entblößet. Gelobet sey dein

'' Name! — Demüthige, o Gott! dieses in sichselbst verliebte Her;; reiß die Larve von meinemGemüthe, daß ich die Falschheit meiner Trieberecht einsehen und würdiglich bereuen möge. Heile,Vater, wann und wie du Willst: Nur machs mitmeinem Ende gut.

2i Jän. Ich hinwiederum sehr ruhig. Aber alle Ruhedie nicht gegründet ist auf das Zeugniß des Gei-stes,, ist ein durch Schlaftrunk erzwungenerSchlummer. Du aber Herr kannst überschwing-lich helfen. Zerstöre die falschen Quellen meinesTrostes, und gieb mir die Lebendige, die nie-mand gereuet. -- Strafe mich, auf daß ich dichallein, nicht meine Ehre, nicht das Tändelwerkmeiner Studien und weltlichen Freuden;mrrGrund meiner Ruhe setze. Amen.