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«4Iän- Ich habe heute den Gottesdienst derLektüremes thörichten Lobes nachgesetzt, da ich dochweiß» wie schädlich solche Speise mir ist, und wieangenehm das Gift sich einschleichet. Ich schämemich zwar einigermassen — aber noch nicht ge-nug - O reinige mich von dieser so vielfältigmir anklebenden Unart!
Z7 Jan Seelig sind die Friedfertigen und die reinesHerzens sind! O mein Gott! wie fern binich von diesen zweyen Stetigkeiten. Wie giftig,gehäßig, neidisch, unempfindlich, nachredig,kritisch bin ich! — Alles dieses erkenne ich fürSünde und thue es doch täglich. Es quillt ausmeinem Herzen wie Wasser aus der Quelle; — —so bald ich mich rege, so ists Sünde und Bosheit.
28 Jan. Heute bin ich wieder ganz ruhig. Warum?weil meine Arbeit mir nach meinem Sinne ge-het, weil ich ein Stück endige; weil ich alle Tageeitele und schmcichclsüchtigc Menschen vor mirhabe. Denn sonst hätte ich die gröste Ursache zurBetrübniß. Bin ich nicht arm vor Gott, ohneLiebe, ohne Andacht, ohne Eifer, ohne Entschlief-sung — und einzig beschäftiget Mit opere oxersto.Aeh was bin ich vor Gott und den Menschen einWurm!
ü; März. Was nahet das Volk zu mir mit seinenLippen und in seinem Herzen verachtet es mich.O Gott, diesen Vorwurf verdiene ich nur zu wohl.