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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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sie auch von der wahren Ruhe verlieren» Dennihre Leidenschaften sind doch unersättlich undwerden hungriger, je mehr ihnen gelassen wird.O daß ich dagegen mich an den Gütern des Heilsvergnügen könnte, die alle Tage schmackhafterwerden, die in Ewigkeit die unsrigen bleiben sol-len, die auch einzig unserm elvigcn Geiste ange-messen sind-

n. Jun. Ich sehe, fühle und erfahre täglich, daßEhre, Gut Und Zerstreuung ohne deinen Friedeno Gott nichts nütze ist. Wie kann ich denn meinHerz daran hängen und. i/s wünschen? LieberVater schlüge mir ab , alles was nicht — wahr-haftig nützlich ist, denn, es ist mir unerträglichohne Leiden zu seyn.

i8- Iun- Lieber Vater, du bist doch die einzige Ge-selljchaft einer ewigen, Seele. Es ist nicht ein-mal möglich, daß sie ohne dich bestehen könne.Ihr eckelt vor Ehre,' bok Wollust, vor allemZeitlichen. Sie führet wohl/ daß sie für diesesalles nicht gemache ist! Und ungeachtet dieserUeberzeugung sind wir dennoch die ungetreu,und leben am ungernstcn mit dir. Wir habenlausend kleine Künste von dir abzuweichen. Omein Erbarmer, leite doch mein Herz, daß esdich, die Quelle alles Guten lieben möge!

» 2 . Iun. Erbarmender Gott, versuche mich nichtüber mein Vermögen. Siehe zu meiner vielenund verhärteten Bosheit kömmt noch die Leklür