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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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weiß auch wohl, daß Gott mit dem gethanenWerke nichts gedient ist, und daß ihm vor allenunsern Prätenstonen den Himmel zu gewinnen,eckelt. Aber dennoch ist uns der Gebrauch de»Mittel anbefohlen, und wem diese geringeWicht zu schwer ist, der wird die schwerere Aen»derung des Sinnes, noch viel weniger wagemDen ganzen Tag, die Ruhezeit, jeden Augenblick-meines Lebens, besitzt meine unruhige Werksucht;die ich zu nichts brauche als mich zu hindern,daß ich mich selbst nicht einsehen möge. Nie,mals ifts mir gelegen an Gott zu denken, nichtsmag ich weniger, als das, was einzig noth-wendig ist. —

August. Bey der äusserlichen Freude, die ichbey Beendigung eines Werkes allemal empfinde,und von andern Betrachtungen bestärkt wird,fühle ich doch gar sehr die Stachel der Ueppig-keit und die Saumseligkeit in göttlichen Sachen.Die Gerechtigkeit die vor Gott gilt, mag docheinzig nur wahre Freudigkeit gewähren, und umdiese bitte ich dich, Herr mein Erbarmer!

. Aug. Herr hilf, daß ich dich und in dir denNächsten lieben möge. Du siehest wie böse ichhin, wie leicht ich mich für beleidiget halte,wre sehr ich von allen Menschen Anbetung ver-lange, welcher Fehler mich um alles ZeitlicheVergnügen gebracht hat. Stille mein Gemüthe