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7> Jan. Abermals ein neues Jahr, worein ich mitallen den heftigen Leidenschaften und dem ge-waltigen Triebe des Bösen eintrete. Tausendtobende Regungen wallen in mir, und benehmenmir fast allen Muth und Hoffnung! Gott erbar-me sich meiner! Lehre doch, mich selbst verläug-nen! O du mächtiger Gott! ich begehre nicht,daß sich die Welt andere, oder sich mir unter-werfe; nein ich begehre nur, daß ich mich ändernkönne. Erbarme dich!
1744.
s;. May. O daß ich doch in dieser Stille, an dieEwigkeit gedenken, und die elenden Vortheiledieses vergänglichen Lebens in ihrem wahrenPreise schätzen könnte! O daß ich doch endlichnicht nur wüßte, sondern fühlte, daß ausserdemFrieden mit Gott keiner ist; und daß auch dasglücklichste Leben nichts als ein schwerer Traumist, den eine Ewigkeit enden wird.
22. Sept. Du hast mir wieder einige Hoffnung er-weckt, erbarmender Vater! Laß mich doch immermehr fühlen, daß wenn der Weg zur Seeligkeitschon schwer sey, er dennoch nicht ganz unweg-sam ist. Erwecke nur Hoffnung und Begierde!ziehe mich zu dir!