hätte, und daß mein Schicksal vielleicht auf eineunglückliche Weise auf ewig determinier wäre.Indessen lebe ich noch aus so vielen Zufällen er-rettet. O daß ich doch diese Frist so gebrauchte,wie es der göttliche Rath zu meinem Besten ab-gesehen. Vater erbarme dich meiner und meinersorglosen Uncmpfindlichkeit! Wecke mich auf,zeige mir, daß ich auf dem Rande des Abgrundesstehe, und vielleicht keine Viertelstunde ohne zustürzen, weiter zu gehen habe. Erbarme dichmeiner,' und laß meine Seele theuerer vor dirseyn, als sie leider vor mir ist;
S4. Ian. Ich finde mernen Körper ziemlich ge-schwächt ; wie .wäre es, wenn er sich nach und«ach zur Ruhe neigte, und mich der EwigkeitÜberließe? Welcher Donnerstreich würde demSchrecken ähnlich seyn, den ich darüber einneh-men würde! Warum sind denn die Fesseln derDoßhcit so stark, daß ich sie nicht zu brechenvermag ? O Vater, bey Menschen ist es unmög-lich, aber dir ist alles möglich.
;o. Jan. Mein Gemüthe kann die guten Tagenicht vertragen. Es wird immer dabey eitler,von Gott entfernter, in sich selbst verliebter,gegen andere Stolzer , und empfindlicher. —Mein Vater , rege mein schlafendes Gewisssei, bevor es in der Ewigkeit aufwachet;