Gott eine unfehlbare Erhörung zu hoffen. — Da-ist recht vernünftig, und vermuthlich das Einzigedas übrig bleibt. Laß mich also zu dir kommen,o mein Gott, als ein bcladencr, bekümmerterSünder. Von dir fordert er die Kräfte, die ersich selbst nicht geben kann; Kräfte, dich , wie dues befiehlst, anzurufen; Kräfte, zu glauben, zulieben, ein Christ zu seyn. Ach das thue, v All-gütiger, um meines Mittlers willen! —
Febr. Ich habe bald gelitten, wie zumal in dieserNacht, und bald hab ich wieder Erfrischung ge-nossen , wie eben diesen Augenblick- Mein Lebenist ein Werk der Kunst geworden, das durch einigeHilfsmittel erträglich wird. Dennoch, o meinGott, wie viel hab ich dir zu danken , daß du dieGrenzen zwischen Leben und Tod so deutlich fürmich ausgezeichnet, und mir Zeit und Muse wieaufgedrungen hast, mich zur Ewigkeit zuzubereiten.Dank sey dir tausendfachen dafür gesagt! Nurvollende dein Werk, o Vater, und hilf, daß ichvon dieser theuren Frist den Nutzen schöpfe, dendu ohne Zweifel zur Absicht gehabt haft. O ziehmich ganz zu dir, was verliehre ich? Ist Wollustfür mich möglich? Ist Ehre nicht eine Thorheit ^und wenn sie es nicht wäre, würde mich dieses hin-dern, die wahre Ehre zu gemessen, den Beyfallguter Menschen, das Zeugniß meines Gewissens,und deinen Beyfall , o d« Richter der Wckt, da-