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von zu tragen. Noch muß ich klagen, daß ich ausmeiner Frist den Nutzen nicht ziehe, den ich ziehensollte. Noch bin ich, wie ich es längst war, un-geduldig , weltlich. Ich gründe meinen Trost aufnichtige Dinge, auf Stützen, die mich in kurzemverlassen müssen. Noch fehlt mir die Hoffnung,das Zutrauen, die Liebe, die allein mir mein Le-ben erträglich machen könnten.—i6 Febr. Den groben Sünden hat mich Gott entrissen,sie werden mehrentheils für mich unmöglich. Aberdie vor den Menschen feinern Sünden, hängenmir alle noch an. Anhängigkeit an das Irrdische,Vergängliche; an das, was meinen Begierdenschmeichelt. Immer noch bin ich kalt gegen mei-nen Erlöser. Warum ist nur der historische Glaubeda, und keine Hoffnung, keine Liebe, keine Dank,barkeit? Wo ist die Gegenwart der Bilder derEwigkeit, der Vorstellung, die in meinen Umstän-den meine liebste Beschäftigung, meine gröste Auf-munterung seyn sollte?
»z Febr. Ich bin diese Woche und noch vor wenigenStunden, sehr krank, sehr abgemattet gewesen,und habe Blut verlohnn, welches mehr als eingemeines Uebel anzuzeigen scheint. Jetzt hat sichdie Natur wieder erholt, und für einige Stundenbin ich ohne Schmerzen und ohne sonderbare Be-schwerde. Im Leiden bin ich wieder so gewesenF wie ich oft geklagt habe, unzufrieden, nicht kind-lich