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lichr Leiden nothwendig, so mache mit diesemmeinem Leib, was du willst, — nur gieb mirStärke, das Leiden ohne Ungeduld und Murrenzu ertragen — gieb mir ein kindliches Her; gegendich — der du doch durch Jesum mein Vaterseyn willst — wenn ich durch meinen Glaubendeiner Gnade einmal würdig werden kann.
!2. Okt. Die Vernunft, die Offenbarung — alleshat mich an Gott gewiesen. — Aber das Her; —ich zittre es zu sagen! Mein Her; ist von Gottentfernt! O mein Gott, ich bin in Gefahr dichzu verkennen, dich meinen Vater, Schöpfer,einzigen Helfer und Erretter! o gieb es nicht zu.Ich glaube Herr, hilf meinem schwachen Glau-ben! Gieb doch deinem Worte die Krafft, daß ich-ich recht erkenne, dich aller Orten, auch hierum mich herum, auch in meinen Leiden als mei-nen gütigen Gott erkenne, und immer und ein-zig nur bey dir Hilfe und Trost suche. O Va-ter, hilf mir beten, erhörlich beten, mit Glaubenbeten. —
L6. Okt. Die Niedergeschlagenheit ist das gröste Ue-bel, die einen Menschen betreffen kann, es magdazu eine Ursache vorhanden seyn oder nicht- Siezeigt eine dem Christen unanständige Klcinmü-thigkeit an — und macht uns auch ohne wirk-liche Uebel dennoch leiden. Wenn ich, o Gottdeiner Gnade versichert wäre, so wollt ich nichts