nach Himmel und Erde fragen / der Weg könntemir freylich bisweilen ein wenig beschwerlichvorkommen , aber wenn am Ende desselben eineselige Ewigkeit mich erwartet, würde mir nichtauch die schwerste Bürde leicht vorkommen,müßte ich sie auch 70 Jahre tragen, wenn ichimmer die grosse Seeligkeit am Ende meinerLaufbahn erblickte; die Seeligkeit, zu deren Vor-stellung und Beschreibung die Vernunft keine Be-griffe, die menschliche Sprache keine Ausdrückehat? —
9 Nov. Meine Seele ist aufgeheitert. Wie entzückendsind diese Strahlen von dem himmlischen Lichte,wie erquickend ist die Hoffnung, die in diesemAugenblick mein ganzes Wesen belebt. O wieglücklich wollt ich mich schätzen, wenn ich nurauf dieser untersten Stufe der Hoffnung verblei-ben könnte. O mein Gott, laß mich doch nichtwieder in die vorige Finsterniß zurückfallen, sieist allzuschrecklich; laß den glimmenden Tachtvon Hoffnung nicht wieder auslöschen.
;o Nov. Ich habe sehr viel gelitten. Gott hat mirdoch die grosse Beschwerde des Athems abge-nommen , und ich habe von dieser Seite Er-leichterung. Aber ich leide grosse fast unerträg-liche Schmerzen, wenn ich die linke Hand brauchenmuß; auch hat diese Beschwerde mir allen Schlafbenommen. So sind meine lezten Tage vollSchmerzen, und mein Gemüthe ist darum auch