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einen Beleidiger, oder einen Beleidigten, dessen Racheman fürchtet, aus dem Wege schaffe»; denn derwird der gröste Feind seyn, von dessen Untergangman am meisten hoffet.
Der Arme, dem die Nothdurft fehlt, der Spie-ler, dem die Würfel zuwider gewesen sind, der Müs-siggänger, der nichts hat, womit er fernen Abendhinbringen kann, der wollüstige Bürger, der überden Trieben der Natur, denen er weislich folget,um alle Mittel sich zu erhalten gekommen ist, wirdbald auf der Landstrassc, mit der Pistole in der Faust,dem ersten Reisenden beweisen, daß er kein Recht zufeinem eigenen Gelde hat. Der Richter wird ausOhnmacht, aus Mangel tugendhafter Bedienten,aus Eigennutz, aus Trägheit, zu der Störung deröffentlichen Ruhe die Augen fchlicssen, oder gar dieBeute mit dem Räuber theilen. Der Bürger ver-schwendet die Frucht seiner Arbeit in der Ueppigkeit,die er erreichen kann; er sucht in der Vermeidungder Zölle, in schlechterer Waare, in offenbarem Be-trug , ein Mittel zur Unterhaltung feiner Frühstücke,zur Besnchung der Schauspiele und der Vanxhalls.
In allen andern Verhältnissen des menschlichenLebens wird eben die Unordnung herrschen. Der Herrwird von dem Dwner, von dem Unterthan alles, undnoch mehr fordern, als seine Kräfte zu seinem Vor-theile aufbringen können. Der Diener hingegen undder Unterthan, werden zu der geringsten Arbeit, zu