bedenklich finden, und deren guter Nutzen für denStaat gar zu augenscheinlich ist. Sie sind selber,von der Erziehung, aus dem Lesen solcher Bücher,deren scharfsinnige Verfasser sie durch die Anmuthihres Vortrages anlocken, noch voll von moralischenBegriffen, deren sie sich so wenig, als der epikurischeLukrettus, entschäum können. Die Scham zwingtsie, sich zu verstellen, und der noch nicht genugsamerleuchteten Welt nicht zu früh zu erkennen zu geben,daß die Freygeisterey die Religion des Lasters sey. Undendlich muß man gestehen, daß in einem Lande, des-sen Verderben wir eben bedauert haben, nicht sowohleine undenkende Verleugnung eines obersten Wesensherrscht, dazu die Vernunft dieses scharfsinnigen Vol-kes zu erleuchtet ist, und daß es nicht viel tiefer alsauf die natürliche, und einen Unterschied des Gutenund Bösen übriglassende Religion verfällt; da hinge-gen unsre herzhaftem Weisen einen allgemeinen Kriegwider alles Beginnen was göttlich ist, oder was überden Menschen ein Recht behaupten will, und alleSchranken des Guten und Bösen, alle Furcht undHoffnung, auf einmal umzureissen und auszurottensich bestreben. Es ist auch in allen Ständen eineAnzahl rechtschaffener Christen übrig geblieben, derenLicht nicht zuläßt, daß eine allgemeine Finsterniß über-handnehme. Auch unter den Gesetzgebern der Na-tion , wenden Litkleton und West ihre Gaben zur Vcr-
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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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