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Deutsche Poetik : Theoretisch-praktisches Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart / von Prof. Dr. C. Beyer
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sprechen, wie wir sie zur Anschaulichmachung in Parenthese dem nachfolgendenSchema beigefügt haben. (Über klare Gefühle vgl. des Verf. philos. Grund-linienErziehung zur Vernunft". 3. Aufl. S. 45.)

Das Lachbare.(Lachenu.Humor.)

Das Furchtbare.

(Furcht.)

Man ersieht hieraus, wie das, Schöne in seinen vier hervorragendenAbstufungen alles Anziehende, das Häßliche in seinen angrenzenden Gruppenalles Abstoßende in sich vereint. Das Schöne erweckt Liebe, das Häßliche Haßu. s. w. Der Umfang der Zwischenempfindungen reicht bis zu den Haupt-empfindungen, also das Grausige bis an die Grenzen des Häßlichen undFurchtbaren. Bezüglich der Gefühle, welche das Unterliegen oder Siegender Empfindung hervorrufen, erzeugt z. B. der Sieg des Schönen Freude, seinUntergang Schmerz. Der Sturz des Erhabenen wirkt tragisch (Zusammen-gesetztes Gefühl aus Mitleid und Furcht) u. s. w. (Darüber mehr in Z 24und 25 dieses Buches, sowie in Lemckes Ästhetik Ziffer I und Köstlins Ästhetik Bd. I.)

Z 21. Erkenntnis des Schönen.

Das Schöne zu erkennen, setzt Kenntnis der uns innewohnendenästhetischen Gesetze wie der Gesetze der Erscheinung voraus.