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Deutsche Poetik : Theoretisch-praktisches Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart / von Prof. Dr. C. Beyer
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o. Die sechste:

ä.

In Lüften hängt ein Lerchenton,

Mein Ohr hat staunend ihn vernommen.Jst's eine, die noch nicht entflohn?

Jst's eine, die zurückgekommen,

Gelockt vom Frühling schon,

Da rings die Schöpfung noch vom Winter ist beklommen?

(Rückert.)

Je die vierte:

Seinen TraumLind wobFrühling kaum,

Wind schnob,

Seht, wie ist der Blütentraum verweht!

Wie der HauchKalt weht,

Wie der StrauchAlt steht,

Der so jung gewesen ist vorher! u. s. w. (Rückert.)

Vgl. auch die Spenserstcmze ß 169. ä.

2. Verkürzung einer Zeile,n. Die vierte:

Wenn dich die warme Lust umscherzt!

Das schatt'ge Grün, o wie dich's kühlt!

Wie leicht ist all das Weh verschmerzt,

Das In der Seele wühlt. (Ptaten.)

k. Die zweite:

Li Die

Seh' ich dich wieder, du geliebter Baum,

In dessen junge Triebe

Ich einst in jenes Frühlings schönstem TraumDen Namen schnitt von meiner ersten Liebe.

(Eichendorff.)

vierte:

Ich sitze manchen langen TagMit meinem Kind am grünen Hag,

Wo ich an seinem Herzen lag,

Am Herzen lag. (Otto von Leixner.)

Z. Verlängerung von zwei Zeilen.

Unser HauswesenHat so viel Besen,

Die alle nichts als kehren wollen,Daß wir im Staub ersticken sollen.

(Rückert.)