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Deutsche Poetik : Theoretisch-praktisches Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart / von Prof. Dr. C. Beyer
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öl 4

Beispiele:

Hat der alte HexenmeisterSich doch einmal wegbegeben!

Und nun sollen seine GeisterAuch nach meinem Willen leben;

Seine Wort und WerkeMerkt' ich, und den Brauch,

Und mit GeistesstärkeThu' ich Wunder auch.

Wälle! walleManche Strecke,

Daß, zum Zwecke,

Wasser fließe,

Und mit reichem, vollem Schwalle

Zu dem Bade sich ergieße. (Goethe.)

Diesem siebenköps'gen DrachenDer Kritik es recht zu machen,

Dem verzweifelten GeschäfteUnterliegen Zauberkräfte.

Wirst du hier ein Haupt besiegen,

Es in trunknen Taumel wiegen,

Daß die Augen freundlich blinzen,

Wird ein andres an dich'grinzen.

Doch euch es recht zu machen, ihr Herrn,

Darauf verzichten wollt' ich gern,

Hätt' ich es nur soweit gebracht,

Daß ich mir selbst es recht gemacht.

(Rückerts Kritik.)

Hör' ich das Pförtchen nicht gehen?

Hat nicht der Riegel geklirrt?

Nein, es wär des Windes Wehen,

Der durch diese Pappeln schwirrt.

O schmücke dich, du grünbelanbtes Dach,

Du sollst die Anmutstrahlende empfangen!

Ihr Zweige, baut ein schüttendes Gemach,

Mit holder Nacht sie heimlich zu umfangen!

Und all' ihr Schmeichellüfte, werdet wachUnd scherzt und spielt um ihre Rosenwangen,

Wenn seine schöne Bürde, leicht bewegt,

Der zarte Fuß zum Sitz der Liebe trägt rc. (Schiller.)

Vgl. von Schiller noch Wurde der Frauen, An die Freunde, An dieFreude, Siegesfest.

Es zieht ein leises KlagenUm dieses Hügels Rand

Das klingt wie alte SagenVom lieben deutschen Land.