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Beispiel:
Die, vslt vas AsI, rot und« bla,
Arüno in dem valdo und audersn-a,
Die kleinen voZele snnAen da:
nn svbriet stier din uebelkra;
Lat sie ibt auder larbs? sa:
sie ist bleicb vordsn und übsr^ra:des 6n>pkst sivli viel raanik kra.
(Weither v. d. Bogelweide.)
2. L A u n u u X.
Beispiele finden sich in v. d. Hagens Minnesingern I. 54. Nr. 27(Gotlsr. v. Nifen), sowie in Liliencrons Sammlung Nr. 21, endlich bei A. W.v. Schlegel.
Beispiel:
Vieles hat sich umgestaltet,
Manches Neu ist schon veraltet,
Zwietracht hat sich mehr zerspaltet,
Grausam hat die Zeit geschaltet,
Doch die Lieb ist nicht erkaltet,
So die Schwingen erst entfaltet,
Als ich jene Lieder sang. (A. W. v. Schlegel.)
3. n n, n a k Z d. (Oswald Marbachs Frühlingsstrophe.)
Diese Strophe wandte nach Heinr. v. Veldeke (v. d. Hagens Minne-singer I. 37. Nr. 8. 2) Christian von Luppin (ebd. II. 20. 1) und Nithart(ebd. II. 123. 37), von Neuern wieder Oswald Marbach an, weshalb sie sei-nen Namen tragen möge.
Beispiel:
Der Lenz erwacht
Mit Werdelust und Schöpfermacht,
Und Wies' und Wald entgegenlachtIn Farbenduft und Blütenpracht!
Wach auf, auch du, o Menschenherz,
Laß fahren allen ErdenschmerzUnd richt' empor dich himmelwärts!
(Osw. Marbachs Frühlingslied.)
4. u a u k o o b. (Herweghs Rheinweinliedstrophe.)Beispiele finden sich bei Goethe (Lebendiges Angedenken) und bei Herwegh.Beispiel:
Wo solch ein Feuer noch gedeiht,
Und solch ein Wein noch Flammen speit;
Da lassen wir in Ewigkeit ,
Uns nimmermehr vertreiben.
Stoßt an! Stoßt an! Der Rhein,
Und wär's nur um den Wein,
Der Rhein soll deutsch verbleiben.
(Herwegh, Rheinweinlied.)