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Deutsche Poetik : Theoretisch-praktisches Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart / von Prof. Dr. C. Beyer
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20. übbeuäcieesöe.

Beispiel: Heinr. v. Morungen (Hagens Minnes. I. 120. 2).

21. a b 1> e d e a e ä 6 s cl.

Beispiel: Rückert, Das schlechteste von Allem (Lieder u. Sprüche 155).

22. llbababububüb.

Beispiel: Ausgleichung von Rückert (Ges. Ausg. II. 177. 2 Strophen).Ebenso Mignon (Dieselbe) von Goethe I. 129.

23. üdeübeubeude.

Beispiel:

Ich nahm ein Zeitungsblatt, das brachteMir schmerzliche Empfindungen,

Der ganze Anhang war voll Todsanzeigen.

Ein zweites nahm ich dann, das lachteVon ehlichen Verbindungen,

Und halb begann die Furcht in mir zu schweigen.

Ein drittes dann, das breit sich machteMit glücklichen Entbindungen,

Da mußt' entschieden sich die Schale neigen.

Es wechseln, dies war, was ich dachte,

Die Tänzer in den Windungen

Des Tanzes ab, voll aber bleibt der Reigen. (Rückert.)

Diese Strophe ist durch die o-Reime vor dem Auseinanderfalten in4 dreizeilige Strophen geschützt.

24. 3 b 3 5 6 3 6 6 3 3, d 3.

Beispiel: Schneller Wechsel, von Rückert (Ges. Ausg. II. 388).

25. s.bs,bbkt66uet:s,.

Beispiel: Rückerts Gründonnerstag (Ges. Ausg. VII. 187).

26. a d a d g. b o o ci ä ä 6.

Beispiel:

Ihr Bögel, wenn ihr warten wollt mit Singen,

Bis meine Lieder hell wie sonst erklangen!

Ihr Blumen, wenn ihr eh'r nicht wollt entspringen,

Bis Freudeblühn ihr seht auf meinen Wangen!

O laßt von mir euch keine Störung bringen.

Euch aufzuhalten ist nicht mein Verlangen:

Singt nur und blüht an aller Ströme Borden,

Und wartet nicht, bis Frühling mir geworden.

Da wollten dennoch säumenDie Blüten an den Bäumen,

Die Böglein tief in Träumen;

Kann man dem Dichter soviel Recht einräumen? (3 Strophen.)

(Rückert, Traurige Frühlingsbotschaft.)