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1.9. 8 b 8 ü § 8 d e (1 > 8 t' 1 8 8 6.
Beispiel: Meister Sigeher (Hagens Miimes. II. 3l>1. 2>.
20. 3. d 8, >> 6 sl 6 ä 8 k t A s A. (Goethes Zaub erlehrlings-strophe.)
Als Beispiel s. S. 514 d. B. „Hat ver alte Hexenmeister" rc.
Diese Goethesche» Strophe» könnte man füglich auch als Doppelstrophenbezeichnen.
21. 8 I> 8 d 6 8 <1 ä 6 11 6 8 A. (Bodenstedts Russellstrophe.)
Beispiel:
Mein Oheim ging auf Gottes Wegen,
Als seine schwere Krankheit kam;
Er ließ sich ehren, hätscheln, Pflegen,
Und das war klug von ihm: man nahmAn ihm ein Beispiel sich znm Heile.
Doch, Himmel! welche Langeweile,
Beim Kranken sitzen Tag und Nacht,
Nicht aufstehn, ob er schläft, ob wacht!
O welch ein schändliches Betrügen:
Jetzt reicht man ihm die Medizin,
Rückt ihm das Kissen, hätschelt ihn,
Erheuchelt Mitleid in den Zügen,
Und seufzt und denkt dabei für sich:
Wann endlich holt der Teufel dich!
(Bodenstedts Übersetzung von Puschkins Eugen Onägin. S. BodenstedtsGes. Schriften V. S. 14.)
Bei mehreren Strophen hat Bodenstedt das Schema a K a 5 e ä v cl« I 8 I Z x>' und andere unwesentliche Modifikationen angebracht. Bgl. Ges.Schriften Bd. VIII. 29, 3t), 31, 32, 33, 82, 124, 125 u. s. w.
22. u b e b cl b 6 b I b p I) II d.
Beispiel:
Amor hatt' ein Fieber,
Wälzte sich im RestSchlaflos, alle GötterSah'n es traurigest,
Keiner konnte helfen,
Endlich sprach ein West:
Amors Übel heiletHymen allerbest.
Hymen ward gerufen,
Und ihm war's ein Fest.
Einen Schlaftrunk braut' er,
Und als noch der RestNicht war ausgetonnten,
Schlief schon Aknor fest. (Rückerts Ges. Ausg. V. 185.)
Beycr , Deutsche Poetik. 7. 47