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Deutsche Poetik : Theoretisch-praktisches Handbuch der deutschen Dichtkunst nach den Anforderungen der Gegenwart / von Prof. Dr. C. Beyer
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Pfts bsttsr iunck von b'slioiu Ilowuus.

I bear tbee speair ot tbo Letter lauck

Dbou oall'st its ebilckren a bappv banck;

illotber! 0 vbere is tbat isdiant sbore,

8obaU vs not seeirit, anck voep 110 mors?

Is it vvlrore tbe üover ot tkv orauASblovs,

^.nck tbo üra-üies äancs tbrouAb tbsm>'rtlis bou§bs ?"i^ot tliaro, not tbere, ebilck!"

Is it vbere tba taatborv paim-tress rise,

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Or willst tlio Arven islanll on AlittsrinZ8SUS,

Illiere Iragrant lorvsts perlams tlisbreche,

^.nll Strangs briAbt biräs, on tbeir starr/vinAS,

LeartbericbbnesolaliAlorioustbinAS?"Xot tbere, not tbere, w/ obilll!"

I. Übersetzung. Von GisbertFreiherrn von Vincke.

Ich hör' dich erzählen vom besseren Land,Du hast seine Kinder glücklich genannt:Mutter, 0 wo ist das helle Gestad?Weine nicht mehr, wir suchen den Pfad!Jst's wo die Blüte zur Goldfrucht reift,Durch Myrtenhecken der Glühwurmstreift?

Dort nicht, dort nicht, mein Kind!"

Jst's, wo die gefiederten Palmen ragen,Die Dattel sich rötet in sonnigen Tagen,Auf grüner Insel an spiegelnden See'nDie würzigen Waldesdüfte weh'n?

Wo fremde Vogel auf sternigen SchwingenDer Sonne die prächtigen Farbenbringen?

Dort nicht, dort nicht, mein Kind!"

Jst's weit, weit fort, wo das glänzendeBand

Des Stromes sich schlingt durch goldenenSand?

Is it lar ava/ in sorne roAion olck,Ullrsrs tbe rivers vanäsr o'er sancks okAolä?

Ätzers tbe bnrninA ra/s ok tlw ru>>/siiine,

^ tbe lliawonll Ii§bts np tbe seeretmins,

.änll tbe pearl Aleams kortb krom tbeooral stranll,

Is it tbere svset wotbsr, tbat betterlaull?"

?Iot tbere, not tbere, w/ ebilll!"

live. batb not säen it, inv Aentle bo/!Lar batb not bearll its äeep souAS okso/!Dreams oannot pioture a vorlll so lair8orrov anll äeatb wav not enter tbere:liwe llotb not breatbe on its kalleiessbloom,

I'or bevonll tbe clonlls onck bevonll tbetomb,

It is liiere, it is tbere, m/ ebilll!"

2. Übersetzung. Von Fcrd. Frei-ligrath.

Ein besseres Land nennst du entzückt?Seine Kinder, sagst du, sind reich undbeglückt?

Mutter, wo mag sein Ufer scheinen?

Laß es uns suchen und nicht mehr weinen.Jst's, wo im Myrtenhain rastet der Hirt,Wo die Feuerfliege das Laub durch-schwirrt?

Da nicht, da nicht, mein Kind!

Ist es, wo schlank die Palme steht,

Das Haupt von gefiederten Büscheln um-weht ?

Auf Inseln in ewig heitern Zonen,

Wo duftende Wälder die BlütenkronenSchütteln, wo Weihrauch die Staudeschwitzt,

Wo der Vogel des Paradieses blitzt?

Da nicht, da nicht, mein Kind!

Ist es, wo über Geschiebe von GoldBrausend die Welle der Ströme rollt?Wo feurig im tiefen Dunkel der MinenDiamanten funkeln und rote Rubinen?