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Erster Band.
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3. Überzählige (hyperkatalektische) Verse.

Überzählig vder hysterkatalektisch neimt man.

die Verse, welche am Ende eine Thesis zu viel haben.

Beispiele:

1. Nun geht i der Herr, j der Oft j ern auf j erstand, > (akatal.)

Auf Er j den sie > ben Wo j cheu bis j zu Pfing j sten, (hyperkat.)

Und feg > ueud man j deln kann j ihn n j ber Land j (akat.)

Ein Je ! der sehn j vom Groß j ten zum j Gering > sten. (hyperkat.)

(lliückert, VII. 190.)

2. Ich will j euch erzäh j len ein Mär j chen gar schnür l rig. (hyperkat.)

Es war j 'mal ein Kai j scr, der Kai j ser war knrrig.

(Bürger, Kaiser und Abt.)

3. Wer mir j den Be^ cher kann wie j der zei j gen, (hyperkat.)

Er mag j ihn behalten, er ist sein eigen. (Schillers Taucher.)

Nach den Worten „schnurrig" (Beispiel 2) und „zeigen" (Beispiel 3) tretenkeine Pausen ein, vielmehr werden die Thesen ig und e» zur Anfangsthcsis desfolgenden Verstaktes hinübergclesen, der auf diese Weise zum Anapäst wird,was aber nach Analogie der vorausgehenden Verszeile nicht der Fall sein sollte.Es sind somit bei der Schreibweise der Beispiele 2 und 3 in je 2 Zeilen dieSilben ig und eu überzählig, folglich die Verszeilen hyperkatalektisch.

Man kann noch brachykatalektische und hyperbrachykatalektische Verse unter-scheiden, denen ein ganzer Takt bis is'z Takte fehlen rc. :e. Wir verweisen,in dieser Beziehung auf H 91 d. B.

III. Lrhre von den l'trrng grmrlsrnen Vrrsartrn.

8 106. Einteilung der deutschen Verse.

Alle nach Metren streng gemessenen Verse unterscheiden wir zu-nächst in Rücksicht aus den ihnen zu Grunde liegenden Rhythmus.Wir teilen sie demnach ein in:

1. jambische,

2. trochäische,

3. kretische und trochäisch-jambische,

4. daktylische,

5. trochäisch-daktylische,

6. anapästische,

7. jambisch-anapästische,

8. mit Spondeen gemischte Verse.

Daran reihen wir in besonderem Abschnitte (Z 116 sf.) die freien Verse,welche zum Teil nur nach Arsis und Thesis zu skandieren sind (ß 119),während bei anderen nebenbei auch Noch ein formales Prinzip waltet. (8 118.)