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Erster Band.
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308
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Um aufzublühn der Welt zum Prunk,

Ja selbst das Meer, vor Durst schier kraul.

Es trinkt

Viel tausend Miss als Morgentrank rc.

(Ernst II., Herzog zu Sachsen-Koburg: „Warum man trinken darf.")

Akatalektische und hyperkatalektische Eintakter gebraucht Julius Wolf imRattenfänger von Hameln, indem er die Glocke rufen läßt:

k. Ich schreieUnd feieFür FreieUnd Knecht,Mit GrundeIm MundeZur StundeUm Recht.

Ich frageUnd trageDie KlageAls Frohn,

Ich zündeUnd kündeDer SündeDen Lohn rc.

2. Zweitägige sambische Verse (sambische Zweitakter).

Die Alten nannten diese Verse jambische Dipodie. Sie kommenbei uns meist nur in Verbindung mit ein- oder mehrtaktigen Versenvor, wie schon vorstehende Beispiele unter übe (S. 307) ersehen lassen.

Beispiele

Das rechte Wort,

Die rechte That,

Am rechten Ort,

Schafft rechten Rat.

(Rückert.)

Der Schnee zerrinnt,

Der Mai beginnt,

Die Blüten keimen

Auf Gartenbäumen,

Und Vogelschall

Tönt überall rc.

(Hölty.)

Ich rühme mir

Mein Dörfchen hier,

Denn schönre Au'n,

Als rings umher

Die Blicke schaun,

Sind nirgends mehr.

(Bürger.)

Vgl. noch: Goethes Gefunden, Platens Ich schleich' umher.

3. Dreitägige sambische Verse (sambische Dreitakter).

Sie kommen meist in vierzeiligen Strophen vor, und zwar so, daßakatalektische Verse häufig mit hyperkatalektischen, wie auch mit kata-lektischen wechseln. Bei den hyperkatalektischen finden keine Pausenstatt. Bei den katalektischen werden die Pausen hinzugerechnet.